3 Fähigkeiten in der Gewaltfreien Kommunikation
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In der Gewaltfreien Kommunikation versuchen wir drei Fähigkeiten zu
entwickeln:
- Die Fähigkeit zur Selbsteinfühlung
- Die Fähigkeit mich ehrlich so auszudrücken, das der andere mir auch
zuhören will
- Die Fähigkeit, dem Anderen zuzuhören (Einfühlung oder Empathie)
Alle drei Fähigkeiten zusammen tragen zu einem echten Dialog bei, in
dem eine Verbindung entstehen und wachsen kann. Sie ergänzen sich und
führen zum Giraffentanz, in der die Bedürfnisse aller berücksichtigt
werden.
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Ich möchte im Folgenden mein Verständnis dieser 3 Fähigkeiten
darstellen. Vorher aber ein Wort der Warnung: Es geht bei all diesen
Fähigkeiten, nicht darum perfekt zu sein, sondern "sich immer weniger dumm
anzustellen", wie es Marshall Rosenberg ausdrückt.
1) Selbsteinfühlung
Selbsteinfühlung ist die Fähigkeit, herauszufinden,
- wie es mir in diesem Moment geht,
- was ich jetzt brauche und
- was ich jetzt konkret unternehmen kann, um meine Bedürfnisse zu
erfüllen.
Anders formuliert: Es geht darum, herauszufinden, was in mir lebendig
ist und was mein Leben bereichern kann. Dazu kann es hilfreich sein,
herauszufinden, was der Auslöser für meine Gefühle ist.
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2) Ehrlicher Selbstausdruck
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Einfühlung ist die Fähigkeit dem Anderen so zuhören, so dass wir
Klarheit darüber bekommen, wie es dem Anderen geht und was er braucht.
Wenn ich "Einfühlung gebe" (und es handelt sich dabei wirklich um ein
Geschenk!), dann verbinde ich mich mit dem, was im Anderen lebendig ist
und was sein Leben bereichern könnte.
Dabei sind mir folgende Punkte wichtig:
- Ich kann nur dann Einfühlung geben, wenn ich ausreichend für mich
gesorgt habe. Wenn ich selbst in diesem Moment sehr bedürftig bin, dann
sorge ich zunächst für mich selbst.
- Ich gebe nur Einfühlung, wenn ich wirklich dazu bereit bin.
- Einfühlung und Zustimmung sind zwei verschiedene Paar Stiefel. In
der Einfühlung geht es darum, mich mit dem zu verbinden, was im Anderen
lebendig ist. Es geht nicht darum, heraus zu finden, wer Recht hat.
- Einfühlung braucht nicht viele Worte
- Ich übernehme nicht die Verantwortung für die Gefühle des Anderen
- Ich bin nicht verantwortlich für die Erfüllung der Bedürfnisse des
Andern
Gerade dieser letzte Punkt macht aus meiner Sicht gerade in
Partnerschaften und engen Beziehungen, Einfühlung so schwierig.
Dies war der Auslöser für den folgenden Text::
Da sein
Bitte übernimm nicht die Verantwortung für mich
Bitte glaube nicht, das du mich glücklich machen musst
Bitte versuche nicht, mir meine Wünsche von den Lippen abzulesen
Bitte fühle dich nicht schuldig, wenn du mit mir zusammen bist
Sei einfach da, hör mir einfach zu - ohne zu beschönigen, ohne
abzuwiegeln, ohne Lösungsvorschlag und ohne Rechtfertigung
Ich wünsche mir einen Menschen, der fröhlich bleiben kann, wenn ich
traurig bin und trotzdem da ist
einen Menschen, der mir zuhört ohne sich zu verlieren
Ich wünsche mir Menschen, die nur fragen, wie es mir geht, wenn sie mir
auch zuhören wollen
und die nein sagen, wenn sie nicht zuhören wollen
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