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Ähnlich wie beim Unternehmenstheater wird die Gruppe mehr oder weniger
aktiv beteiligt. Unser Instrumentarium reicht vom Einsatz geeigneter,
bekannter Lieder (eventuell mit neuem Text), selbst komponierten Rap-Songs
bis hin zu geführten oder freien Improvisationen.
Ein - Stimmung: Zunächst wird es darum gehen, die Anwesenden zum Singen zu
"verführen". Dies kann beispielsweise mittels bekannter Melodien
oder einer von uns angeleiteten Klangimprovisation geschehen. Der Spaß am
Tun steht im Vordergrund und fast nebenbei entsteht eine offene,
vertrauensvolle Atmosphäre. Es wird warm im Raum! Eine tragfähige Basis
für weitere Schritte ist gelegt.
Anklang finden: Musik bietet mehr als nur die Möglichkeit eine Gruppe
zusammenzuführen. Mit Hilfe der Stimme können wir die vorhandene Realität
verklanglichen. Was auch immer ausgesprochen oder unausgesprochen im Raum
steht, mit Hilfe von Tönen und Gesang können wir ihm einen differenzierten
und nuancierten Ausdruck geben. Es kann dabei auch um kontroverse Positionen
oder zu verändernde Missstände gehen. Kopflastige, theoretische Argumente
werden in eine ganzheitliche Erlebnisebene übersetzt und allen Anwesenden
"hautnah" gebracht.
Ein Beispiel: Stellen wir uns die Eröffnung einer Open Space
Veranstaltung zum Thema "Fusion -Zusammenwachsen kreativ
gestalten" vor. Die Fusion trifft nicht bei allen Beteiligten auf
Zustimmung. Es ist eine Mischung aus Trauer, Angst, Wut und Freude im Raum.
Diese Gefühle würdigen wir, indem wir ihnen eine Stimme geben:
Auf der Basis von guter Recherche, Intuition und Empathie übersetzen wir
z.B. die Trauer über den Verlust der alten Firmenidentität oder das
Weggehen von Mitarbeitern in ein musikalisches Motiv. Diese kleine,
einfache Melodie wird von uns dirigiert und von allen Anwesenden eine ganze
Weile wiederholt. Trauer wird wahr genommen. Anschließend wird mit den
anderen Emotionen ähnlich verfahren. Alle Mitarbeiter wissen sich von
Anfang an mit ihren Empfindungen vertreten und können sich in den
anschließenden Arbeitsgruppen offener einbringen.
In den Arbeitsgruppen kann das Medium Gesang und Improvisation auf
vielfältige Weise zur Klärung und Vertiefung von Themen beitragen.
Noch ein Beispiel: Großgruppenprozesse wie zum Beispiel
Zukunftskonferenzen arbeiten mit der Kraft von gemeinsamen Visionen.
Zusammen einen mehrstimmigen Zukunftsgesang zu kreieren, in der die
wesentlichen Aspekte der Vision hör- und fühlbar werden, kann eine
nachhaltige positive Wirkung auf den Veränderungsprozess haben. Immer
wieder sind die Beteiligten aufgefordert, Stimmigkeit herzustellen und zu
überprüfen: Wie muss es genau klingen, welcher Rhythmus ist der richtige,
wie viele Stimmen brauchen wir, damit nichts verloren geht? |