Die Vorgeschichte
Im August 2005 kam eine Gruppe junger Palästinenser und
Palästinenserinnen aus Bethlehem nach München und erlebte hier unter
anderem einen Tag mit Gewaltfreier Kommunikation: Sie wurden in englischer
und arabischer Sprache mit der Methode vertraut und bekamen dann die
Möglichkeit zu üben und ihre eigenen Lebenssituationen einzubringen. Dabei
vermittelten sie erste Eindrücke von der aktuellen Lage in Palästina, dem
Leben der Menschen an der Mauer, die das Westjordanland in einer Länge von
bis jetzt 250 km durchzieht und die palästinensischen Bewohner von ihren
Feldern, Olivenhainen, Wasserressourcen, von ihren Arbeitsplätzen,
Schulen, Ärzten und Krankenhäusern abschneidet.
Der Wunsch, all dies selbst zumindest während einiger Tage zu erleben
und zu erfahren, wie die Menschen mit den vielfältigen Einschränkungen,
mit der fortwährenden Unsicherheit, mit Demütigungen und Willkür umgehen,
ließ uns nicht mehr los.
Ein zehntägiger Aufenthalt in Bethlehem ein Jahr später bestärkte uns
darin, mit unserem Partner und Gastgeber, dem Arab Educational Institute
im Austausch zu bleiben und den Menschen, die sich dort treffen, Frauen,
Kindern, Schülern, Lehrern und Studenten, die Gewaltfreie Kommunikation
nahe zu bringen. Dieses Angebot wurde von der Leitung des Instituts, das
sich unter anderem besonders mit Medien und Kommunikation befasst,
begeistert aufgenommen und als Projekt in diesem oder nächsten Jahr ins
Auge gefasst.
Folgende Schritte sind vorgesehen:
- Einführungs- und Trainingskurse im
Arab Educational Institute (AEI) für
Frauen, Jugendliche und Mitarbeiter.
Ausweitung auf die Internationale Begegnungsstätte, die der
Weihnachtskirche in Bethlehem angeschlossen ist.
- Kontakt zu Friedens- und Menschenrechtsorganisationen in Jerusalem.
Angebot von Einführungs- und Trainingskursen in Zusammenarbeit mit dem
israelischen Center for Nonviolent Communication.
- Gemeinsame Treffen der israelischen und palästinensischen
Teilnehmer.
- Kontakt zum Friedensdorf Neve Shalom/Wahat al-Salam
In diesem Dorf im Niemandsland zwischen Jerusalem und Tel Aviv leben
jüdische und palästinensische Bürger Israels miteinander in friedlicher
Partnerschaft in einer auf Toleranz , gegenseitiger Achtung und
Zusammenarbeit beruhenden Gemeinschaft.
- Ausbildung von israelischen und
palästinensischen Trainerinnen und Trainern in Gewaltfreier Kommunikation,
damit sie diese in ihrem
Umfeld, in Schulen und Institutionen weitergeben können.
Die konkrete Arbeit vor Ort beginnt voraussichtlich im September 2007
durchgeführt.
Resonanz aus Palästina
..."Absolutely great this initiative! We are appreciating this
contribution to the Palestinian people very much, and especially because
the concept of training the trainers (and developing a curriculum) helps
us to continue what you would start. " (Fuad Giacamanand Toine van
Teeffelen, Mitglieder im Leitungsteam des Arabic Educational Institutes).
Um dieses Projekt zu verwirklichen brauchen wir finanzielle und
personelle Unterstützung. Wir bitten deshalb um Spenden, die zweckgebunden
an das Konto des Münchner Vereins
Netzwerk Gewaltfreie Kommunikation München e. V.:
Konto Nr. 29 102 944 bei der Stadtsparkasse München
BLZ 701 50000 unter dem Kennwort "Versöhnungsprojekt" überwiesen werden
können.
Für Überweisungen aus dem Ausland: IBAN DE 56 70 15 000 000 29 102 944 SwiftCode: SSKM DE MM
Isolde Teschner, Dunja Müller, Friedrich Wiest, Markus Sikor, Gerhard
Rothhaupt
|
|