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Überall wo Menschen in Teams zusammenarbeiten, geht es darum, dass das
"Zusammenspiel" der Mitglieder optimal funktioniert, dass die
Teamarbeit kreativ und produktiv gestaltet wird. Jeder sehnt sich nach
diesem Zustand und jeder leidet darunter, wenn es nicht gut läuft im
Team. Für uns war dies der Ausgangspunkt für eine faszinierende
Forschungsreise mit der Frage: Welche neuen Wege gibt es, um ein wirklich
gut funktionierendes, das heißt für uns synergetisches Team dauerhaft zu
etablieren?
Mit Teamcomposing neue Wege beschreiten
Um aus Ihrem Team ein synergetisches Team zu machen, kombinieren wir
drei innovative Ansätze zu einem schlüssigen Konzept der Teambildung -
zum Teamcomposing:
1. "Musik im Team"
Echtes Zusammenspiel erlebbar machen
2. "Gewaltfreie Kommunikation"
Kommunikation optimieren, Konflikte bearbeiten
3. "Das synergetische Team"
Synergie im Alltag fördern
Teamcomposing - die Elemente
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Teamcomposing im Detail
Seid Menschengedenken hat Musik in allen Kulturen dieser Erde eine
wichtige Rolle gespielt. Keine bedeutsame Zusammenkunft wäre ohne sie
denkbar gewesen. Musik begleitete Heilungsrituale ebenso wie Feste jeder
Art und diente als Ventil für unterschiedlichste Emotionen. Nach wie vor
ist sie ist ein extrem machtvolles, Gemeinschaft förderndes Instrument
und keinem Menschen ist sie egal!
Allerdings haben viele von uns das Vertrauen in ihre eigene Musikalität
verloren, so als wäre Musik etwas für einige Auserwählte. Die
Vorstellung, mit der Stimme oder auf einem Instrument selber Klänge zu
erzeugen, ist von daher unter Umständen bedrohlich. Ängste kommen in's
Spiel. Aus unserer Sicht ein Argument für und nicht gegen den Einsatz von
Musik. Denn: Wirkliche Veränderung des Einzelnen und einer Gruppe braucht
immer auch den Mut, vertraute Bahnen zu verlassen und vorsichtige Schritte
in unbekannte Gewässer zu wagen.
In der folgenden Aufzählung einige der zentralen Argumente für den
Einsatz von Musik und Stimme.
Musik in Teamprozessen...
... fördert das aufeinander hören
... ist nonverbale Kommunikation und erleichtert das verschlüsselte
"Aussprechen" unangenehmer Dinge
... macht Synergieeffekte im gemeinsamen Tun sofort erlebbar
... unterstützt kreatives Denken und Handeln
... hat stark energetisierende Wirkung
... ist ein genauer Spiegel unserer Stimmungen
... stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und lässt die Gruppe
zusammenwachsen
... verbessert das Erkennen bzw. Erzeugen von Stimmigkeit in einer
Situation oder Beziehung
... hilft, die unterschiedlichen Qualitäten von Menschen wertzuschätzen
(für "gute" Musik braucht es von jeder Zutat etwas).
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Gewaltfreie Kommunikation ist ein Kommunikationsmodell, das von Dr.
Marshall Rosenberg seit Beginn der 70er Jahre entwickelt wurde.
Mittlerweile ist Gewaltfreie Kommunikation weltweit eine der
meistgenutzten Methoden zur Konfliktbearbeitung.
Das Modell baut auf den Erkenntnissen der humanistischen Psychologie
auf und verknüpft diese mit einer einfachen (nicht leichten) und
praktisch anwendbaren Kommunikationstechnik. Damit umfasst sie das ganze
Spektrum der inneren Haltung bis zur konkreten Kommunikationssituation.
Der zentrale Fokus der Gewaltfreien Kommunikation liegt auf den
Bedürfnissen. Gefühle sind dabei ein Wegweiser auf dem Weg zum Erkennen
der Bedürfnisse. Dabei geht es darum, die eigenen Bedürfnisse und
Interessen ebenso ernst zu nehmen wie die der Anderen.
Gewaltfreie Kommunikation heißt nicht "Piep piep piep - wir haben
uns alle lieb." Vielmehr werden Konflikte und Schwierigkeiten ebenso
als Lernchance gesehen wie die Sonnenstunden unseres Lebens. Aber nur wer
weiß, was er braucht kann es auch bekommen. Und nur wer versteht, was der
Andere braucht, kann eine sinnvolle Lösung für einen Konflikt finden.
Gewaltfreie Kommunikation ist für uns der ideale Weg, das zu bekommen
was wir brauchen und auf synergetische Weise mit anderen Menschen in
Kontakt zu kommen.
Was ist neu an Gewaltfreier Kommunikation?
Mit der Gewaltfreien Kommunikation ist es wie mit der Glasherstellung.
Alle Bestandteile des Glases kennen wir schon irgendwoher - Sand, Soda,
... Aber durch die richtige Mischung der Bestandteile und das Feuer dabei,
entsteht etwas völlig neues und Eigenes. Sicherlich ist aktives Zuhören
sinnvoll, sicherlich sind Ich-Botschaften sinnvoll. In der Gewaltfreien
Kommunikation werden all diese Elemente zu einem Ganzen zusammengefasst,
das mehr ist als die Summe seiner Teile.
Das 4-Stufenmodell der Gewaltfreien Kommunikation
Wenn uns etwas nicht gefällt, sagen wir der anderen Person ...
1. Was wir beobachten - ohne Bewertung.
2. Wie es uns geht (Gefühl).
3. Was wir brauchen (Bedürfnis).
4. Was der andere tun/sagen kann, unser Bedürfnis zu erfüllen (Wunsch).
Damit ist der Kommunikationsprozess natürlich nicht zu Ende. Die
andere Person wird darauf reagieren. Unabhängig davon , was die andere
Person nun sagt oder tut, konzentrieren wir uns auf die dahinterstehenden
Bedürfnisse und Wünsche.
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Der Einstieg
Der Einstieg in "Musik im Team" wird in der Regel ein kurzer
Input sein, in dem plastisch und fundiert deutlich gemacht wird, warum der
Einsatz von Musik Sinn macht, warum es sich lohnt, diesen ungewöhnlichen
Weg zu beschreiten.
Da ist Musik drin
Anschließend bringen die Trainer die mitgebrachten und im Raum verteilten
Musikinstrumente in's Spiel. Und das im wahrsten Sinne des Wortes:
Einfache Instrumente, die ohne Vorkenntnisse zu spielen sind, wie z.B.
Trommeln, Xylophone, Gongs und andere auch ungewöhnliche Klangkörper
werden von den Trainern mit spielerischer Neugier zum Klingen gebracht.
Die Angst der Teilnehmer, das Ganze hätte etwas mit Musikalität im
klassischen Sinne zu tun, wird genommen und die Lust, selbst "Hand
anzulegen", steigt! Es gibt hier kein "Falsch" oder
"Richtig", es geht nicht um Virtuosität oder perfekten Klang.
Im Mittelpunkt steht vielmehr ein kreativer, spielerischer und angstfreier
Erlebnisraum.
Stärken vertonen
Nachdem sich auch die Teilnehmer mit den Instrumenten vertraut gemacht
haben, wählt sich beispielsweise jeder das passende Instrument zu
folgender Frage: "Welche persönliche Stärke bringe ich in das Team
ein?" Ich vertone dann meine Stärke, in dem ich z.B. meine
Zuverlässigkeit in einen ruhigen, gleichbleibenden Rhythmus auf der
Trommel übersetze; oder für mein freundliches Wesen eine passende
Melodie auf einem Xylophon entdecke. Wie wäre es jetzt, sich die
gefundenen Klänge nacheinander vorzuspielen und den dazugehörigen
Stärken auf diese Weise Wertschätzung entgegenzubringen?
Die Intensität der anschließenden Feedbackrunde ist leicht
vorstellbar. Die Gruppe wächst zusammen, die Ressourcen sind benannt und
gewürdigt.
Zusammenspiel erleben
Für hohe Performance eines Teams ist gut abgestimmtes Zusammenspiel
wesentlich. Hier drängt sich der Vergleich mit einem professionellen
Orchester, einer Jazzband oder einem Chor geradezu auf. Die Gruppe steht
im Halbkreis der Trainerin gegenüber und wird, je nach Gruppengröße, in
zwei bis vier "Stimmen" unterteilt. Die Trainerin, inspiriert
durch den Prozess der Gruppe, "komponiert" ad hoc für jede
Stimme ein einfaches, leicht nachzusingendes Motiv. Diese Motive ergänzen
und stützen sich gegenseitig und ergeben erst im Zusammenklang ein
lebendiges Ganzes. Die Gruppe erlebt auf lustvolle Weise, wie es ist, wenn
es "groovt" im Team. Synergie zum Anfassen!
Die Teamvision entsteht
Darüber hinaus können die einzelnen musikalischen Motive Aspekte
einer Teamvision repräsentieren. So kann eine quirlige Melodie daran
erinnern, dass in einem lebendigen Team Raum für neue, überraschende
Ideen bleiben sollte, ein anderes Thema, das nur aus einigen wenigen
ruhigen Tönen besteht, macht erlebbar wie wichtig es ist, auch in der
größten Hektik das Innehalten nicht zu vergessen.
Es knirscht
Damit das Team langfristig gut funktioniert, ist ein konstruktiver
Umgang mit Konflikten unerlässlich. Meinungsverschiedenheiten lassen sich
nicht vermeiden - und das ist auch gut so! Gegenseitiges Verständnis ist
die einzige Basis, auf der Konflikte wirklich produktiv genutzt werden
können. Team-Composing nutzt, ergänzend zu der "Gewaltfreien
Kommunikation", auch die Möglichkeiten von "Musik im Team"
zur Konfliktbearbeitung. Fragen, denen wir ganz konkret nachgehen,
könnten lauten: Wie klingt der gesamte Konflikt? Und wie klingen die
einzelnen konträren Positionen? Wie ist es, dem inneren Grollen einen
klanglichen Ausdruck zu geben ohne schuldzuweisende Verbalattacken? Wir
machen die eigene Realität hörbar und damit auch nachempfindbar für die
anderen. Eventuell wird erst dadurch der eigentliche Kern des Problems
für mich selbst wahrnehmbar: Worum geht es wirklich? Auch kann ich die
Situation meines Kontrahenten besser nachempfinden, wenn ich "in
seine Haut schlüpfe" und seinen Klang für eine Weile übernehme.
Sobald die Spannung nachlässt, entsteht die Möglichkeit, die Energie und
die Potentiale, die in dem Konflikt gebunden waren, für das Team nutzbar
zu machen. Auch da die Frage: Wie klingt der belebende Gegensatz, wie
ergänzen sich unter Umständen die Pole, wenn wir uns gegenseitig
wertschätzen?
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